Trüggelbach

Trüggelbach in Bielefeld

Quelle: An der Duisburger Straße, südl. des Thyssen-Krupp-Werks
Mündung: westlich des Austerwegs in die Lutter I
Länge: 5,4 km (10 Brücken)
Nebenbäche: Sunderbach (r.), Tüterbach (r.)
Bachsystem: Lutter I (Ems-Lutter)

Der Trüggelbach (Wikipedia) entspringt im Industriegebiet im Süden von Brackwede, an der Duisburger Straße, und fließt von dort überwiegend in westlicher Richtung ab Richtung Ummeln. Er fließt nördlich an der Siedlung Südwestfeld vorbei, nimmt im Grünland östlich von Ummeln von rechts Sunderbach und Tüterbach auf, passiert Ummeln südlich und mündet gut 1 km westlich der Kreuzung Gütersloher Straße / Ummelner Straße, bei Gut Auster, in die Lutter I. Er prägt den Bürgerpark Ummeln am dortigen Fußballplatz.

Oberlauf in Brackwede und Südwestfeld

Trüggelbach-Oberlauf nahe der Winterstraße (Korff 2018)
Trüggelbach-Oberlauf nahe der Winterstraße (Korff 2018)

Der Trüggelbach entspringt als Abfluss eines Quellteiches, der sich unweit des Brackweder Thyssen Krupp-Werkes in einem Waldstück östlich der Duisburger Straße befindet. Er unterquert die Duisburger Straße und fließt, der Abflachung des Teutoburger Waldes folgend, in südwestliche Richtung ab, begradigt entlang eines Waldwegs. Nach rd. 400 m knickt er nach Nordwesten ab und durchfließt das Naherholungsgebiet am Bockschatzteich (Brackweder See), den er knapp südlich an der Straße Bockschatz Hof passiert. Westlich des Hofes bildet er am Waldrand Mäander, die man von der erhöht geführten Winterstraße aus gut sehen kann. Er unterquert die Winterstraße und die neue Autobahn 33. An der Westseite derselben durchfließt er die Kleingartenkolonie „Gartenfreunde Brackwede“ und dann, überwiegend begradigt, über rd. 700 m parallel zur Bahnstrecke Bielefeld-Hamm (Südseite) in südwestlicher Richtung, die Siedlung Südwestfeld nördlich passierend. Er entwässert dabei als „naturnaher Sandbach“ das Naturschutzgebiet „Erlen- und Birkenbruch am Südwestfeld“, einen Erlenbruchwald mit artenreicher Strauch- und Krautschicht. „Das kleine Schutzgebiet besitzt einen intakten Bruchwald als seltene und schutzwürdige azonale Waldgesellschaft der Senne“, sagt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW. Der Bach unterquert unterwegs die Straße Asholts Hof, die das Naturschutzgebiet in zwei Teile teilt.

Mittellauf in Ummeln

Trüggelbach vom Pivitsweg (Korff 2018)

Der Mittellauf knickt aus dem Erlenbruchwald heraus nach Nordwesten ab, unterquert die Bahnstrecke und fließt fast 1 km lang in nordwestlicher Richtung durch die Wiesenlandschaft östlich von Ummeln. [Nach anderen Plänen (u.a. Google Maps) fließt er anders, nämlich parallel zur Straße Asholts Hof, knapp westlich am Hof vorbei, nimmt dort den Grippenbach und 100 m weiter den Sunderbach auf. An der Mündung knickt er nach Südwesten ab. Die im ersten Satz dieses Absatzes beschriebene Abkürzung heißt bei Google Maps Feldbach.]  100 m östlich der Kasseler Straße mündet von rechts der Sunderbach ein. [Dieser Unterlauf des Sunderbachs heißt bei Google Maps Trüggelbach.] Der Trüggelbach wendet sich nach Westen, unterquert die Kasseler Straße, passiert den Sportplatz am Bohlenweg nördlich und nimmt am Bohlenweg von rechts den Tüterbach auf. Der Trüggelbach knickt nach Südwesten ab, unterquert den Bohlenweg, passiert den Fußballplatz des VfL Ummeln nördlich und durchfließt in Mäandern den Bürgerpark Ummeln mit Spielplatz und Bühne.

Unterlauf in Ummeln

Am Gut Auster (Korff 2015)
Mündung des Trüggelbachs (oben) in die Ems-Lutter (Korff 2001)

Westlich eines Tennisplatzes nimmt der Trüggelbach von links einen namenlosen Nebenbach auf, unterquert die Ummelner und die Gütersloher Straße (B 66) südlich der Kreuzung und durchfließt ein Wäldchen am Dünenweg. Über den letzten Kilometer in westlicher Richtung fließt er begradigt zwischen Äckern und Wiesen, unterquert den Austerweg und mündet 250 m weiter westlich, 200 m nordwestlich von Gut Auster, von links in die Lutter I (Ems-Lutter).

Der Name

Die Bezeichnung „Trüggel“ leitet sich wohl aus dem Wort „Trugloh“ ab, verwies also auf trügerische, schwer zu durchquerende „Lohe“ (sumpfige Auwälder).

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