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Bielefeld liegt doch am Wasser!

Viele Bielefelder* klagen routinemäßig über den fehlenden Fluss und übersehen dabei den enormen Reichtum der Stadt an Bächen. Der Stadtplan verzeichnet über 88 Bäche mit eigenem Namen: Das plätschernde Alphabet geht von der Aa (die gilt sogar als Fluss) über Bohnenbach, Dalke, Elpke, Finkenbach, Gellershagener Bach, Hasbach, Jölle, Krebsbach, Lichtebach, Menkhauser Bach, Oldentruper Bach, Pfarrholzbach, Reiherbach, Schlosshofbach, Trüggelbach, Vogelbach und Windwehe bis zum Zechenbach. „Bielefeld liegt doch am Wasser!“ weiterlesen

Menkhauser Bach, Schopke, Menkebach

Quelle: Gut Menkhausen in Oerlinghausen
Mündung: im Süden von Gütersloh in die Dalke
Länge: 20,3 km (davon 5,7 km mit 8 Brücken in Bielefeld)
Nebenbäche: Schopkebach (l.)
Bachsystem: Dalke > Ems

Der Menkhauser Bach (Wikipedia), im Oberlauf auch Schopke genannt, entspringt am Gut Menkhausen nordwestlich von Oerlinghausen und fließt meist in südwestlicher Richtung aus dem Teutoburger Wald in die Sennelandschaft ab. Südlich der Lämershagener Straße nimmt er als einzigen Nebenbach den Schopkebach auf. Über 5,7 km bildet der Menkhauser Bach die Grenze zwischen Bielefeld-Sennestadt und dem Kreis Lippe (historisch die Grenze zwischen Preußen und Lippe). Das Naturschutzgebiet Menkhauser Bach und Schopketal ist überwiegend ein tief in den Teutoburger Wald eingeschnittenes Kastental. Der Bach durchfließt den Dalbker Teich und ändert dort seinen Namen in Menkebach. Am Beckhof in Dalbke verlässt er Bielefelder Gebiet und fließt südlich an Heideblümchen, nördlich an Schloss Holte vorbei. Weiter fließt er durch Sende und dann in westlicher Richtung, nördlich an Verl vorbei. Er passiert den Gütersloher Ortsteil Sürenheide nördlich und mündet an der Spexarder Straße in die Dalke. Eine Merkwürdigkeit sind zwei Ableiter vom Menkebach zum südlich parallel verlaufenden Landerbach.

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Grippenbach

Quelle: an der Duisburger Straße in Höhe Haus 25
Mündung: bei Asholts Hof in den Sunderbach
Länge: 2,2 km (6 Brücken)
Bachsystem: Sunderbach > Trüggelbach > Lutter I (Ems-Lutter)

Der Grippenbach entspringt südlich von Brackwede an der Duisburger Straße gegenüber von Haus 25 (bekannt als Nachtclub). Er fließt in südwestlicher Richtung nördlich parallel zum Trüggelbach, speist den Bockschatzteich (Brackweder See), unterquert die neue Autobahn 33 und mündet bei Asholts Hof in den Sunderbach. Er ist ein teilweise naturnaher Waldbach.

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Sunderbach

Quelle: am Südring, in Höhe der Bahnüberführung
Mündung: östlich der Kasseler Straße in den Trüggelbach
Länge: 2,7 km (6 Brücken)
Nebenbäche: Grippenbach (l.)
Bachsystem: Trüggelbach > Lutter I (Ems-Lutter)

Der Sunderbach (Wikipedia) entspringt am Südrand von Brackwede, in einem schmalen Gehölz an der Südseite des Südrings und an der Westseite des Bahndamms. Er fließt meist in südwestlicher Richtung ab, unterquert die neue Autobahnabfahrt Bielefeld-Zentrum und mündet in der Wiesenlandschaft östlich von Ummeln von rechts in den Trüggelbach.

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Tüterbach

Quelle: am Südring
Mündung: am Bohlenweg in den Trüggelbach
Länge: 2,8 km (6 Brücken)
Bachsystem: Trüggelbach > Lutter I (Ems-Lutter)

Der Tüterbach entspringt nahe einem Möbelmarkt am Südring von Brackwede, fließt von dort in südwestlicher Richtung parallel zur Gütersloher Straße (B 66) und mündet am Ortsrand von Ummeln in den Trüggelbach.

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Trüggelbach

Quelle: An der Duisburger Straße, südl. des Thyssen-Krupp-Werks
Mündung: westlich des Austerwegs in die Lutter I
Länge: 5,4 km (10 Brücken)
Nebenbäche: Sunderbach (r.), Tüterbach (r.)
Bachsystem: Lutter I (Ems-Lutter)

Der Trüggelbach (Wikipedia) entspringt im Industriegebiet im Süden von Brackwede, an der Duisburger Straße, und fließt von dort überwiegend in westlicher Richtung ab Richtung Ummeln. Er fließt nördlich an der Siedlung Südwestfeld vorbei, nimmt im Grünland östlich von Ummeln von rechts Sunderbach und Tüterbach auf, passiert Ummeln südlich und mündet gut 1 km westlich der Kreuzung Gütersloher Straße / Ummelner Straße, bei Gut Auster, in die Lutter I. Er prägt den Bürgerpark Ummeln am dortigen Fußballplatz.

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Hasbach mit Klosterbach

Quelle: am Bergkamp in Werther-Isingdorf
Mündung: bei der Straße Hasbachtal in den Schwarzbach
Länge: 5,6 km (davon 4,3 km und 10 Brücken in Bielefeld)
Nebenbäche: Rusbach (r.), Voßsieksbach (l.), Vulsieksbach (l.), Vogelrothbach (r.), Wittenbach (l.)
Bachsystem: Schwarzbach > Johannisbach

Der Oberlauf des Baches heißt Klosterbach und entspringt im Teutoburger Wald an der Straße Bergkamp in Werther-Isingdorf. Er fließt in östlicher Richtung, passiert Kirchdornberg nördlich, durchfließt einen Stauteich beim Hof Meyer zum Gottesberg und unterquert am Kreuzkrug in Großdornberg die Wertherstraße. Hier beginnt der Mittellauf und der Name ändert sich in Hasbach. Er fließt in nordöstlicher Rchtung weiter, nördlich parallel zur Deppendorfer Straße, nimmt den Vulsieksbach auf und unterquert die Deppendorfer Straße an der Biogasanlage. Am Ortsrand von Niederdornberg wendet er sich nach Norden und speist den Mühlenteich am Hof Meyer zu Wendischhoff, wo er die Straße Hollensiek quert. 300 m weiter nördlich nimmt er von links den Wittenbach auf. Der begradigte Unterlauf fließt in nordöstlicher Richtung, unterquert die Straße Hasbachtal und mündet 400 m weiter nordöstlich, bei Niederbeckmanns Hof, in den Schwarzbach.

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Krebsbach

Quelle: im Teutoburger Wald westlich von Meyer zu Hoberge
Mündung: an der Straße Twellbachtal in den Johannisbach
Länge: 2,3 km (7 Brücken)
Nebenbäche: Horstbach
Bachsystem: Johannisbach

Der Krebsbach ist ein naturnaher Waldbach. Er entspringt im Teutoburger Wald rd. 800 m westlich des Hofs Meyer zu Hoberge, dem zentralen Gebäude des Golfplatzes. Der gesamte Oberlauf befindet sich im Naturschutzgebiet Krebsbach- und Horstbachtal, das u.a. einen auentypischen Erlen-Eschen-Wald schützt. Der Krebsbach fließt in nordöstlicher Richtung, unterquert bei einem Reiterhof die Straße Am Krebsbach und nimmt dort von links den Horstbach auf. Dieser ist, anders als der Krebsbach, ein Wiesenbach. Der Krebsbach bleibt parallel zur Straße Am Krebsbach, wo schöne Mäander zu sehen sind, und unterquert 300 m nach der Einmündung des Horstbachs die Dornberger Straße. Unterhalb der Straßenkurve nimmt er von links einen namenlosen Nebenbach auf. Mäandrierend durchfließt er ein schmales Auwäldchen, unterquert 700 m weiter unterhalb den Wanderweg, der von der Straße An der Krebskuhle Richtung Kirchdornberg führt. 200 m weiter nordwestlich unterquert er die Straße Twellbachtal und mündet nördlich der Straße von links in den Johannisbach. Die Mündung liegt im Naturschutzgebiet Oberes Johannisbachtal mit Nebentälern.

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Twellbach

Quelle: im Teutoburger Wald an der Bergstraße
Mündung: am Poetenweg in den Johannisbach
Länge: 2,1 km (3 Brücken)
Nebenbäche: Meierbach
Bachsystem: Johannisbach

Der Twellbach entspringt im Teutoburger Wald oberhalb von Hoberge-Uerentrup, und zwar knapp oberhalb der Bergstraße. Er unterquert diese in nördlicher Richtung und fließt über rund 1 km durch das Gelände des Golfplatzes, wo er von links den kurzen Meierbach aufnimmt. Er unterquert die Dornberger Straße und fließt hinter den Häusern der Straße Twellheide entlang weiter nordwärts, bis er wenige Meter vor dem Poetenweg in den Johannisbach einmündet. Dieser ist kurz unterhalb der Einmündung verrohrt. An der Mündung befindet sich ein kleines Regenrückhaltebecken mit Feuchtgebiet und Schilf.

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Bohnenbach

Quelle: am Haus Bodelschwinghstraße 211
Mündung: verrohrt unter der Artur-Ladebeck-Straße, Ecke Johannistal, in die Lutter II
Länge: 4,0 km
Nebenbäche: Kerchbach (l.), Kantensiekbach (r.)
Bachsystem: Lutter II

Der Bohnenbach entspringt im Teutoburger Wald oberhalb von Bethel, am Haus Bodelschwinghstraße 211, rd. 200 m westlich von Haus Salem. Ein weiterer Quellbach entspringt ebenfalls an der Bodelschwingstraße, 100 m nördlich des Restaurants Habichtshöhe. Beide fließen in nördlicher Richtung ab, treffen sich am Remterweg in Bethel (Ecke Baumschulenweg) und fließen von dort in nordwestlicher Richtung weiter durch das Grünland zwischen Quellenhofweg und Karl-Siebold-Weg. Der Bohnenbach speist einen Stauteich östlich der Mamre-Patmos-Schule, nimmt unterhalb derselben von links den Kerchbach auf, durchfließt den neu gestalteten Bohnenbachpark am Saronweg und verschwindet bei Dankort an der Hoffnungsthaler Straße in der Verrohrung. Die letzten 900 m sind, meist unterhalb der Artur-Ladebeck-Straße, verrohrt, der Bach fließt in nordöstlicher Richtung. Unterm Bethel-Eck nimmt er von rechts den verrohrten Kantensiekbach auf. Unter dem Abzweig Johannistal mündet der Bohnenbach von rechts in die verrohrte Lutter II.

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Fußbach

Quelle: an der Dornberger Straße westlich des Tierparks
Mündung: verrohrt unter der Lutterstraße in die Lutter II
Länge: 1,8 km
Bachsystem: Lutter II

Öffis: Bus 24 bis Gadderbaum, Tierpark (Quellbäche) | Bauernhausmuseum (Stausee Olderdissen) | Uhlandstraße (Stausee Freiligrathstraße)

Der Fußbach ist der Bach im Johannistal. Er entspringt in zwei Quellbächen an der Dornberger Straße. Eine Quelle befindet sich an der Ostseite des Parkplatzes des Tierparks Olderdissen, die zweite ist 180 m nördlich der Parkplatzeinfahrt im Wald direkt am Wanderweg. Beide Quellarme vereinigen sich im Stauteich des Tierparks. Von dort fließt der Fußbach 700 m in östlicher, dann südöstlicher Richtung an der Straße Johannistal entlang und mündet in den Stauteich an der Freiligrathstraße. Der Abfluss des Stauteichs ist 50 m weiter unter der Straße verrohrt. Die restlichen 650 m des Bachlaufs sind komplett verrohrt. Der Bach unterquert die östlichste Ecke des Johannisfriedhofs, die Auffahrt zum Ostwestfalendamm, dann Ostwestfalendamm und Bahnstrecke und fließt unterhalb des Bolbrinkerswegs von links der Lutter II zu, die unter der Lutterstraße verrohrt ist.

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