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Bielefeld liegt doch am Wasser!

Viele Bielefelder* klagen routinemäßig über den fehlenden Fluss und übersehen dabei den enormen Reichtum der Stadt an Bächen. Der Stadtplan verzeichnet über 70 Bäche mit eigenem Namen: Das plätschernde Alphabet geht von der Aa (die gilt sogar als Fluss) über Bohnenbach, Dalke, Elpke, Finkenbach, Gellershagener Bach, Hasbach, Jölle, Krebsbach, Lichtebach, Menkhauser Bach, Oldentruper Bach, Reiherbach, Schlosshofbach, Trüggelbach, Vogelbach und Windwehe bis zum Zechenbach. „Bielefeld liegt doch am Wasser!“ weiterlesen

Beckendorfer Mühlenbach

Quelle: im Nagelsholz nördlich von Jöllenbeck
Mündung: zwischen Theesen und Schröttinghausen in den Schwarzbach
Länge: 6,3 km (6 Brücken)
Nebenbäche: Preckerbach (Dreeker Bach, l.), Pfarrholzbach (l.), Horstheider Bach (l.)
Bachsystem: Schwarzbach > Johannisbach
Öffis: schwierig

Der Beckendorfer Mühlenbach (Wikipedia) entspringt im Nagelsholz nördlich von Jöllenbeck und prägt von der Quelle an das nach ihm benannte langgestreckte Naturschutzgebiet. Der Oberlauf fließt zunächst in westlicher Richtung und unterquert die Bargholzstraße zwischen Jöllenbeck und Häger. Von dort fließt er in südlicher Richtung weiter, meist durch Auwälder oder ein kastenförmiges Siektal. Er nimmt von links den Preckerbach (Dreeker Bach) auf. Der Mittellauf fließt in südöstlicher Richtung zwischen Schröttinghausen und Jöllenbeck durch, unterquert die Beckendorfstraße und nimmt von links den Pfarrholzbach und den Horstheider Bach auf. Der Unterlauf passiert Theesen westlich und mündet knapp 700 m nordwestlich des Köckerhofs von links in den Schwarzbach, der 300 m weiter südöstlich in den Johannisbach mündet.

Oberlauf in Jöllenbeck

Quellteich am Nagelsholz (Von Bielibob – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31519165 (2014)

Der Beckendorfer Mühlenbach entspringt in einem Quellteich an der Höhe Nagelsholz nördlich von Jöllenbeck, rd. 750 m westlich der Straßenecke Nagelsholz/Schlottkamp und 500 m nördlich des Jöllenbecker Windrads. Bereits der Quellbereich gehört zum Naturschutzgebiet Beckendorfer Mühlenbachtal, das den Bach bis zur Mündung begleitet. Es wird von der Biostation Gütersloh/Bielefeld betreut und ist bekannt für Vorkommen des Eisvogels, des Kleinspechts und des Kamm-Molches. Der Bach fließt rund 1,2 km in südwestlicher Richtung durch einen Auwald ab, wobei er über rd. 300 m die Grenze zwischen Bielefeld und Spenge markiert, und unterquert die Bargholzstraße zwischen Jöllenbeck und Häger. An der Südseite der Straße sind im Auwald noch Reste des ehemaligen Freibads Jöllenbeck zu erkennen. Der Beckendorfer Mühlenbach wendet sich hier nach Süden und bildet über 1 km die Grenze zwischen Bielefeld und Werther. Dabei passiert er eine langgestreckte Bauschuttdeponie westlich. Der Bach fließt ab hier überwiegend durch ein für das Ravensberger Hügelland typisches kastenförmiges Siek. Das ursprünglich V-förmig im Lössboden eingeschnittene Bachtal (Kerbtal) wurde im Mittelalter trog- oder kastenförmig verbreitert und planiert, um Platz für eine bachbegleitende Feuchtwiese zu gewinnen. Diese wurde für die Heugewinnung genutzt, die bei der Anlage des Sieks abgestochenen Grasstücke (Plaggen) zur Düngung der umliegenden, erhöht liegenden Felder (Plaggenesche). 700 m südlich der Bargholzstraße fließt von rechts ein namenloser Nebenbach zu, 400 m weiter südlich ein weiterer namenloser Nebenbach.

Mittellauf zwischen Schröttinghausen und Jöllenbeck

Mittellauf mit Siek bei Jöllenbeck (Korff 2008)

Der Mittellauf wendet sich nach Südosten. 700 m weiter südöstlich fließt von links der Dreeker Bach oder Preckerbach zu, der am Dreeker Weg in Jöllenbeck entspringt. Der größte Teil dieses Nebentals gehört mit zum Naturschutzgebiet. Weitere 700 m südöstlich unterquert der Bach die Beckendorfstraße zwischen Jöllenbeck und Schröttinghausen. In der Straßenkurve befand sich ein Fischteich, der inzwischen weitgehend verlandet ist. 400 m weiter südöstlich mündet von links der Pfarrholzbach ein, der an der Breede in Jöllenbeck entspringt. An der Mündung befand sich eine Mühle, die noch als Wohnhaus genutzt wird. 500 m weiter südlich, unterhalb der Straße Heidsieker Heide mit einem weithin sichtbaren Hotelbau, mündet von rechts ein weiterer namenloser Bach ein. Zuvor passiert der Bach den Hof Haselhorst östlich und die Reitanlage Baumann westlich. Weitere 400 m weiter südlich mündet von links der Horstheider Bach ein, der am Nordende von Theesen entspringt.

Unterlauf zwischen Theesen und Babenhausen

Der rd. 1 km lange Unterlauf bewegt sich mit wenigen Kurven in einem schmalen Auwald fast in Nord-Süd-Richtung, der Theesen von Babenhausen trennt. Kurz vor seiner Mündung in den Schwarzbach unterquert der Beckendorfer Mühlenbach den Wanderweg, der vom Köckerhof zum anderen Hof Meyer zur Müdehorst an der Schröttinghauser Straße führt.

Jölle

Quelle: Jöllenbeck, Auf dem Tie
Mündung: in den Obersee (Johannisbach)
Länge: 7,5 km (11 Brücken)
Nebenbäche: Jöllenbecker Mühlenbach (l.), Belzbach (r.), Bullsieksbach (l.), Schlothagener Graben (r.), Renkensbach (l.), Sudholzbach (l.)
Bachsystem: Johannisbach

Öffis: Busse 54, 154 bis Jöllenbeck, Adlerdenkmal (Quelle) | Bus 54 bis Jöllenbeck, Detmers (Oberlauf Höhe Örkenstraße) | Rufbus 53AL bis Jöllenbeck, Hasenpatt (Oberlauf) | Von Herford: Busse 253, 421 bis Laar, Talstraße (Mittellauf Höhe Laarer Straße) | Bus 101 bis Vilsendorf, Berkensiek (Mittellauf Höhe Blackenfeld) | Bus 51 bis Schildesche, Engersche Straße (Unterlauf)

Die Jölle entspringt an der Straße Auf dem Tie in Jöllenbeck und fließt von da in ihrem 2,8 km langen Oberlauf ostwärts durch den Jöllenbecker Grünzug, später durch Feuchtwiesen am Hasenpatt. Nördlich des Hofs Upmeier zu Belzen mündet von links der Jöllenbecker Mühlenbach ein, und der Mittellauf der Jölle knickt nach Süden ab. Von Landesbehörden und in Wikipedia wird offiziell der mit 5,5 km deutlich längere Jöllenbecker Mühlenbach als Oberlauf des dann 9,9 km langen Gesamtgewässers betrachtet und der Oberlauf der Jölle damit zum Nebenbach degradiert. Wir folgen hier aber den Bezeichnungen im Bielefelder Stadtplan. Auf ihrem Weg durch das Ravensberger Hügelland südwärts nimmt die Jölle noch fünf benannte und mehrere unbenannte Nebenbäche auf, darunter den Schlothagener Bach oder Graben. Der Unterlauf unterquert die Engersche Straße bei Steinsieks Mühle und mündet von Norden in den Obersee bzw. die Johannisbach-Umflut ein.

Oberlauf in Jöllenbeck

Hof Meyer zu Jöllenbeck (Korff 2006)

Die Quelle liegt in den Gärten zwischen der Straße Auf dem Tie und dem Liebfrauenweg, 140 m südwestlich des Hofs Meyer zu Jöllenbeck, der durch seine prächtigen Hofeichen auffällt. Die Jölle fließt von dort über 2,8 km fast genau nach Osten, zunächst durch eine schmale, von Bäumen eingefasste Auwiese. 900 m östlich er Quelle unterquert sie den Örkenweg, 400 m weiter östlich die Straße Peppmeierssiek. Sie bildet hier einen schmalen bewaldeten Grünzug in Jöllenbeck, südlich parallel zur Eickumer Straße. Sie passiert den Thomashof, dort in Mäandern fließend, und erreicht die Feuchtwiesen nördlich des Hofs Upmeier zu Belzen, wo sie den Wanderweg Hasenpatt unterquert. Dieser führt von Bielefeld-Schildesche nach Enger. Von dort ist die Jölle über 400 m am Südrand eines Ackers begradigt, bis von links (= Norden) der Jöllenbecker Mühlenbach einmündet. Da dieser mit 5,5 km etwa doppelt so lang ist wie der Oberlauf der Jölle und in der Regel auch wasserreicher, gilt dieser in manchen landesoffiziellen Verzeichnissen als Oberlauf des Gesamtgewässers.

Mittellauf im Ravensberger Hügelland
bei Vilsendorf

Jölle Höhe Heidbrede (Brenke 2017)
Jölle-Mäander Höhe in Höhe Heidbrede (Brenke 2017)
Jölle mit Auwald in Höhe Heidbrede (Brenke 2017)

Nach dem Zusammenfluss mit dem Jöllenbecker Mühlenbach wendet sich die Jölle nach Süden und beginnt ihren 2,8 km langen Mittellauf. 400 m weiter südlich unterquert die den Belzweg und nimmt 100 m weiter von rechts den Belzbach auf, der die Fischteiche des Hofs Upmeier zu Belzen entwässert. Die Jölle passiert den Hof östlich und die seit 2013 zum Solarpark ausgebaute ehemalige Mülldeponie Belzen westlich (NW-Bericht vom 24.4.2013). 200 m weiter südlich mündet von links der Bullsieksbach ein. Die Jölle bildet hier die Stadtgrenze zwischen Bielefeld und Herford. Sie passiert eine weitere große Solaranlage und nimmt rd. 70 m nordöstlich der Einmündung des Twachtwegs in die Laarer Straße von rechts den Schlothagener Graben (Schlothagener Bach) auf. Die Jölle unterquert die Laarer Straße und passiert den Stauteich von Niedieks Hof. Hier beginnt ein recht naturnaher Abschnitt des Bachlaufs mit Mäandern in Feuchtwiesen und einzelnen Augehölzen. 400 m weiter südlich, in Höhe der Hofanlage Auf dem Langen Land, mündet von links der Renkensbach ein, 300 m weiter von links der Sudholzbach. Der naturnahe Abschnitt reicht etwa bis zur Straße Blackenfeld östlich von Vilsendorf, wo die Jölle nach Unterquerung wieder komplett auf Bielefelder Gebiet gelangt.

Unterlauf in Vilsendorf und Schildesche

Jölle-Mündung am Obersee (Von Tola69 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7872142 )
An der Jölle-Mündung in den Obersee (Korff 2017)

Der 1,9 km lange Unterlauf behält weiter die südliche Richtung bei. Südlich der Straße Blackenfeld ist die Jölle auf rd. 300 m begradigt und passiert vier längliche Fischteiche. Ihre Niederung trennt die Höfe am Ende der Heidbrede von denen am Jölleweg (Brake). Auf einer Feuchtwiese nördlich der Engerschen Straße mäandert sie über rd. 500 m, nähert sich der Engerschen Straße an und unterquert sie an Steinsieks Mühle (historisch), unmittelbar westlich der dort einmündenden Grafenheider Straße. Sie durchfließt begradigt die Grünanlage am Nordufer des Obersees und mündet in den nördlichen Ausläufer des Sees, der seit 2013 durch die Johannisbach-Umflut vom restlichen See abgetrennt ist. Sie mündet hier also in aufgestauter Form von links in den Johannisbach.

Stieghorster Bach

Quelle: Lübberbrede in Stieghorst Nord
Mündung: an der Hillegosser Straße (Heepen) in den Oldentruper Bach
Länge: 2,4 km (10 Brücken, 2 Stauteiche)
Nebenbäche: Meyerbach (r.)
Bachsystem:
Oldentruper Bach > Windwehe > Lutter II
Öffis: Bus 131 bis Oldentrup, Dürkopp-Adler Kehre (Oberlauf mit Meyerbach) | Busse 33, 369 bis Oldentrup, Lüneburger Straße (Grünzug Oldentrup) | Bus 21 bis Heepen, Am Kuhlenbrink (Mündung)

Der Stieghorster Bach entspringt am nördlichen Rand von Stieghorst, am Ende der Straße Lüberbrede, mit einem Quellteich. Er fließt in nördlicher Richtung ab, passiert die Sportanlage Potsdamer Straße und durchfließt den Oldentruper Park mit Stauteich. Östlich der Kreuzung Hillegosser Straße / Heeperholz mündet er in einen Stauteich des Oldentruper Bachs.

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Mühlenbach (Sieker)

Quelle: Osningstraße oberhalb der Selhausenstraße
Mündung: am Heeperholz in den Baderbach
Länge: 6,8 km (21 Brücken)
Nebenbäche: 3 namenlose
Bachsystem: Baderbach > Lutter II
Öffis: Bus 36 bis Sieker, Waldkrug (Tiroler Weg, Teiche Am Weiher) | Stadtbahn 2 bis Sieker (Meyer zu Sieker) | Stadtbahn 3 bis Lutherkirche (Siekerfriedhof) | Bus 369 bis Sieker, Am Wiehagen | Busse 21, 22 bis Westfalen-Kolleg | Bus 29 bis Stieglitzweg (Unterlauf)

Der Mühlenbach entspringt im Teutoburger Wald oberhalb von Sieker, und zwar an der Zufahrt zum Haus Osningstraße 250. Der nordwestlich abfließende Oberlauf bildet den Taleinschnitt, durch den die Osningstraße von Sieker in den Wald hochführt, und durchfließt die Stauteiche Am Weiher. Der Mittellauf fließt überwiegend in nördlicher Richtung ab zur Detmolder Straße, passiert den Hof Meyer zu Sieker und bildet am Siekerfriedhof schöne Mäander, ebenso im Grünzug Am Wiehagen westlich des Großmarkts. Der Unterlauf passiert das Westfalen-Kolleg und den Monte Scherbelino an der Brückenstraße, dann die Siedlung Schlangenstraße und mündet am Heeperholz in den Baderbach, kurz bevor dieser in die Lutter II mündet.

„Mühlenbach (Sieker)“ weiterlesen

Baderbach

Quelle: am Löllmannshof in Stieghorst
Mündung: am Nordrand des Heeperholzes in die Lutter II
Länge: 4,8 km (16 Brücken)
Nebenbäche: Gipsbach (l.), Elpke (l.), Mühlenbach (l.)
Bachsystem: Lutter II
Öffis: Stadtbahn 3 bis Stieghorst Zentrum (Oberlauf) | Bus 29 bis Endstation Baderbach (Mittellauf)

Der Baderbach entspringt in Stieghorst knapp oberhalb der Detmolder Straße. Der Oberlauf durchfließt in nördlicher, dann nordwestlicher Richtung den Stieghorster Grünzug, unterquert die Stieghorster Straße in Höhe des Stadtteilzentrums, durchfließt einen Stauteich und nimmt an der Gesamtschule Stieghorst von links den Gipsbach auf. Von der Straße Elpke an nordwärts zur Oldentruper Straße fließend, nimmt er in einem naturnahen Wäldchen von links die Elpke auf. Nördlich der Oldentruper Straße fließt er in nördlicher Richtung weiter durch Wiesen und Wäldchen, die sich zwischen Oststadt und Oldentrup bzw. Heepen erhalten haben. 200 m vor der Mündung in die Lutter II nimmt der Baderbach von links den Mühlenbach auf.

„Baderbach“ weiterlesen

Oldentruper Bach mit Selhausenbach

Quelle: am Hotel Eiserner Anton, Osningstraße (Selhausenbach)
Zusammenfluss: am Möllerhof in Hillegossen (Oldentruper Bach)
Mündung: nördlich von Heepen in die Windwehe
Länge: 9 km (Selhausenb. 3,4 km u. 8 Brücken; Oldentruper B. 5,6 km u. 17 Brücken, 10 Stauteiche)
Nebenbäche: Rottbach (r.), Forellenbach (r.), Stieghorster Bach (l.)
Bachsystem: Selhausenbach + Forellenbach > Oldentruper Bach > Windwehe > Lutter II
Öffis: Busse 30, 32, 132 bis Hillegossen Freibad (Oberlauf) | Busse 38, 138 bis Schule Hillegossen (Möllerhof) | Bus 131 bis Oldentrup Niedernholz (Mittellauf) | Bus 33 bis Oldentrup, Soltauer Straße (Hof Niedermeyer) | Bus 21 bis Heepen, Lübrasser Krug (Unterlauf, Ölteich)

Der Selhausenbach, Oberlauf des Oldentruper Bachs, entspringt am Hotel Eiserner Anton, Osningstraße, also im Teutoburger Wald oberhalb von Stieghorst und fließt in östlicher Richtung ab. Er ist entlang der Selhausenstraße verrohrt, passiert, wieder offen, den Hof Meyer zu Selhausen und das Freibad Hillegossen. Am Möllerhof in Hillegossen fließt von rechts der Forellenbach zu. Durch den Zusammenfluss entsteht der Oldentruper Bach. Dieser fließt in nördlicher Richtung weiter durch Oldentrup, wo von links der Stieghorster Bach zufließt, nach Heepen – zunächst parallel zum Ostring, dann zur Hillegosser Straße. Am Gut Lübrassen in Heepen ist er als Ölteich aufgestaut, unterquert die Salzufler Straße am Kreisverkehr Kusenweg und mündet 100 m nördlich des Ostrings in die Windwehe. Diese mündet beim Schelphof in die Lutter II. – Die Stadt Bielefeld untersucht den ganzen Bachlauf im Zuge der Wasserrahmenrichtlinie der EU  und verbessert seine Qualität als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

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Lutter II (Weser-Lutter)

Wikipedia
Quelle: beim Bahnhof Brackwede, An den Lutterquellen
Mündung: an der Milser Mühle in Johannisbach/Aa
Länge: 13,0 km (davon 5 km verrohrt; 24 Brücken, 4 Stauteiche)
Nebenbäche: Fußbach (l.), Bohnenbach (r.), Lonnerbach (r.), Baderbach (r.), Finkenbach (l.), Windwehe (r.), Wellbach (l.), Vogelbach (r.), Buschbach (r.)
Flusssystem: Lutter + Johannisbach > Aa > Werre > Weser

Die Lutterquellen in Brackwede flossen ursprünglich alle als Lutter I zur Ems ab. 1452 haben die Bielefelder einen Teil der Quellen künstlich nach Nordosten zum Bohnenbach hin abgeleitet. Seitdem übernimmt die Lutter II in der Bielefelder Innenstadt das ursprüngliche Bachbett des Bohnenbachs. Der Oberlauf durch die Stadt ist seit etwa 1910 auf 5,2 km verrohrt; nur hinter der Kunsthalle ist ein rd. 50 m langer Abschnitt zu sehen. Am Stauteich I in der Oststadt tritt die Lutter zu Tage (Beginn des Mittellaufs), durchquert, in nordöstlicher Richtung in einer begradigten Rinne abfließend, die Stauteiche II und III. Sie nimmt von rechts den Baderbach auf, durchfließt einen naturnahen Abschnitt und erreicht die Mühle bei Meyer zu Heepen, wo sie aufgestaut ist. Sie umfließt Heepen nördlich, nimmt von links den Finkenbach, von rechts die Windwehe auf, wendet sich am Schelphof nach Norden Richtung Baumheide, nimmt am Ortsrand von Baumheide von links den Wellbach auf (damit den größten Teil der Bielefelder Abwässer) und wendet sich wieder nach Nordosten. In Milse nimmt sie von rechts den Vogelbach auf und mündet an der Milser Mühle in den Johannisbach, der hier seinen Namen in Aa ändert. – Die Stadt Bielefeld untersucht den ganzen Bachlauf im Zuge der Wasserrahmenrichtlinie der EU  und verbessert seine Qualität als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

„Lutter II (Weser-Lutter)“ weiterlesen

Johannisbach und Aa

Quellen: Hoberge-Uerentrup (Dornberger Straße)
Mündung: Herford, Hansabrücke
Länge: 26 km, davon rd. 19 km und 30 Brücken in Bielefeld
Nebenbäche: Paderbach (l.), Twellbach (l.), Krebsbach (l.), Schwarzbach (l.), Schlosshofbach (r.), Moorbach (l.), Jölle (l.), Jeipohlbach (l.), Kerksiekbach (l.), Lutter II (r.), Sieben-Teiche-Bach (l.) u.a.
Flusssystem: J. + Lutter II > Aa > Werre > Weser

Der Johannisbach (Wikipedia) entspringt in zwei Quellen am Teutoburger Wald in Hoberge-Uerentrup, rund 500 m nordwestlich des Tierparks Olderdissen. In Milse vereinigt er sich mit der Lutter II zum Fluss Aa. Dieser mündet in Herford in die Werre. –

„Johannisbach und Aa“ weiterlesen

Schlosshofbach

Quellen: drei Stück nahe der „Alm“
Mündung: Schildesche, Westerfeldstraße
Länge: 4,0 km (24 Brücken, 3 Teiche)
Nebenbäche: Sudbrackbach (r.), Gellershagener Bach (l.)
Bachsystem: Johannisbach > Aa > Werre > Weser

Der Schlosshofbach (Wikipedia) ist ein 3,3 km langer Bach im Bielefelder Westen, Norden und im Stadtteil Schildesche. Er entspringt in drei Quellbächen in der Nähe des Fußballstadions „Alm“, speist den Schlosshofteich an der Schlosshofstraße und die beiden Meierteiche zwischen Jöllenbecker und Sudbrackstraße, durchfließt den Schlosshofbach-Grünzug, auch Bultkampgrünzug genannt, im Westen von Schildesche und mündet nördlich der Westerfeldstraße beim ehemaligen Schildescher Freibad in den Johannisbach. Er wird von 24 Brücken überquert, womit er unter den Bielefelder Bächen, zusammen mit der Lutter II (Weser-Lutter), den vierten Platz einnimmt. Er hat zwei Nebenbäche: von links fließt der Gellershagener Bach zu, von rechts der Sudbrackbach.

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Lutter I (Ems-Lutter)

Quelle: am Bahnhof Brackwede
Mündung: bei Harsewinkel in die Ems
Länge: 26,5 km (davon 8,8 km und 30 Brücken in Bielefeld)
Nebenbäche: Trüggelbach (l.), Reiherbach (l.), Welplagebach (r.), Lichtebach/Wöstenbach (r.) u.a.
Bachsystem: Lutter I > Ems

Die Lutter I (Ems-Lutter) entspringt zum Teil oberhalb des Bahnhofs Brackwede, zum Teil unterhalb des Bahnhofs, fließt von dort über 26,5 km überwiegend in südwestlicher Richtung durch Quelle, Ummeln, Isselhorst, Gütersloh-Blankenhagen, Marienfeld und Harsewinkel und mündet bei Harsewinkel in die Ems. Auf Bielefelder Gebiet befinden sich 30 Brücken. – Die Stadt Bielefeld untersucht den Bachlauf auf ihrem Gebiet im Zuge der Wasserrahmenrichtlinie der EU  und verbessert seine Qualität als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. „Lutter I (Ems-Lutter)“ weiterlesen