Oldentruper Bach mit Selhausenbach

Quelle: am Hotel Eiserner Anton, Osningstraße (Selhausenbach)
Zusammenfluss: am Möllerhof in Hillegossen (Oldentruper Bach)
Mündung: nördlich von Heepen in die Windwehe
Länge: 9 km (Selhausenb. 3,4 km u. 8 Brücken; Oldentruper B. 5,6 km u. 17 Brücken, 10 Stauteiche)
Nebenbäche: Rottbach (r.), Forellenbach (r.), Stieghorster Bach (l.)
Bachsystem: Selhausenbach + Forellenbach > Oldentruper Bach > Windwehe > Lutter II
Öffis: Busse 30, 32, 132 bis Hillegossen Freibad (Oberlauf) | Busse 38, 138 bis Schule Hillegossen (Möllerhof) | Bus 131 bis Oldentrup Niedernholz (Mittellauf) | Bus 33 bis Oldentrup, Soltauer Straße (Hof Niedermeyer) | Bus 21 bis Heepen, Lübrasser Krug (Unterlauf, Ölteich)

Der Selhausenbach, Oberlauf des Oldentruper Bachs, entspringt am Hotel Eiserner Anton, Osningstraße, also im Teutoburger Wald oberhalb von Stieghorst und fließt in östlicher Richtung ab. Er ist entlang der Selhausenstraße verrohrt, passiert, wieder offen, den Hof Meyer zu Selhausen und das Freibad Hillegossen. Am Möllerhof in Hillegossen fließt von rechts der Forellenbach zu. Durch den Zusammenfluss entsteht der Oldentruper Bach. Dieser fließt in nördlicher Richtung weiter durch Oldentrup, wo von links der Stieghorster Bach zufließt, nach Heepen – zunächst parallel zum Ostring, dann zur Hillegosser Straße. Am Gut Lübrassen in Heepen ist er als Ölteich aufgestaut, unterquert die Salzufler Straße am Kreisverkehr Kusenweg und mündet 100 m nördlich des Ostrings in die Windwehe. Diese mündet beim Schelphof in die Lutter II. – Die Stadt Bielefeld untersucht den ganzen Bachlauf im Zuge der Wasserrahmenrichtlinie der EU  und verbessert seine Qualität als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

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Lutter II (Weser-Lutter)

Wikipedia
Quelle: beim Bahnhof Brackwede, An den Lutterquellen
Mündung: an der Milser Mühle in Johannisbach/Aa
Länge: 13,0 km (davon 5 km verrohrt; 24 Brücken, 4 Stauteiche)
Nebenbäche: Fußbach (l.), Bohnenbach (r.), Lonnerbach (r.), Baderbach (r.), Finkenbach (l.), Windwehe (r.), Wellbach (l.), Vogelbach (r.), Buschbach (r.)
Flusssystem: Lutter + Johannisbach > Aa > Werre > Weser

Die Lutterquellen in Brackwede flossen ursprünglich alle als Lutter I zur Ems ab. 1452 haben die Bielefelder einen Teil der Quellen künstlich nach Nordosten zum Bohnenbach hin abgeleitet. Seitdem übernimmt die Lutter II in der Bielefelder Innenstadt das ursprüngliche Bachbett des Bohnenbachs. Der Oberlauf durch die Stadt ist seit etwa 1910 auf 5,2 km verrohrt; nur hinter der Kunsthalle ist ein rd. 50 m langer Abschnitt zu sehen. Am Stauteich I in der Oststadt tritt die Lutter zu Tage (Beginn des Mittellaufs), durchquert, in nordöstlicher Richtung in einer begradigten Rinne abfließend, die Stauteiche II und III. Sie nimmt von rechts den Baderbach auf, durchfließt einen naturnahen Abschnitt und erreicht die Mühle bei Meyer zu Heepen, wo sie aufgestaut ist. Sie umfließt Heepen nördlich, nimmt von links den Finkenbach, von rechts die Windwehe auf, wendet sich am Schelphof nach Norden Richtung Baumheide, nimmt am Ortsrand von Baumheide von links den Wellbach auf (damit den größten Teil der Bielefelder Abwässer) und wendet sich wieder nach Nordosten. In Milse nimmt sie von rechts den Vogelbach auf und mündet an der Milser Mühle in den Johannisbach, der hier seinen Namen in Aa ändert.

Die Stadt Bielefeld erhebt jährlich die Daten zur biologischen Gewässergüte und versucht besonders an den berichtspflichtigen Gewässern (darunter der Weser-Lutter), naturnahe dynamische Fließgewässerverläufe wiederherzustellen. Die Maßnahmen der Stadt richten sich u. a. darauf, die Qualität der Bäche als Lebensraum für Pflanzen und Tiere maßgeblich zu verbessern und so den „guten Zustand“ nach EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen.

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Johannisbach und Aa

Quellen: Hoberge-Uerentrup (Dornberger Straße)
Mündung: Herford, Hansabrücke
Länge: 26 km, davon rd. 19 km und 30 Brücken in Bielefeld
Nebenbäche: Paderbach (l.), Twellbach (l.), Krebsbach (l.), Schwarzbach (l.), Schlosshofbach (r.), Moorbach (l.), Jölle (l.), Jeipohlbach (l.), Kerksiekbach (l.), Lutter II (r.), Sieben-Teiche-Bach (l.) u.a.
Flusssystem: J. + Lutter II > Aa > Werre > Weser

Der Johannisbach (Wikipedia) entspringt in zwei Quellen am Teutoburger Wald in Hoberge-Uerentrup, rund 500 m nordwestlich des Tierparks Olderdissen. In Milse vereinigt er sich mit der Lutter II zum Fluss Aa. Dieser mündet in Herford in die Werre. –

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Schlosshofbach

Quellen: drei Stück nahe der „Alm“
Mündung: Schildesche, Westerfeldstraße
Länge: 4,0 km (24 Brücken, 3 Teiche)
Nebenbäche: Sudbrackbach (r.), Gellershagener Bach (l.)
Bachsystem: Johannisbach > Aa > Werre > Weser

Der Schlosshofbach (Wikipedia) ist ein 3,3 km langer Bach im Bielefelder Westen, Norden und im Stadtteil Schildesche. Er entspringt in drei Quellbächen in der Nähe des Fußballstadions „Alm“, speist den Schlosshofteich an der Schlosshofstraße und die beiden Meierteiche zwischen Jöllenbecker und Sudbrackstraße, durchfließt den Schlosshofbach-Grünzug, auch Bultkampgrünzug genannt, im Westen von Schildesche und mündet nördlich der Westerfeldstraße beim ehemaligen Schildescher Freibad in den Johannisbach. Er wird von 24 Brücken überquert, womit er unter den Bielefelder Bächen, zusammen mit der Lutter II (Weser-Lutter), den vierten Platz einnimmt. Er hat zwei Nebenbäche: von links fließt der Gellershagener Bach zu, von rechts der Sudbrackbach.

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Lutter I (Ems-Lutter)

Quelle: am Bahnhof Brackwede
Mündung: bei Harsewinkel in die Ems
Länge: 26,5 km (davon 8,8 km und 30 Brücken in Bielefeld)
Nebenbäche: Trüggelbach (l.), Reiherbach (l.), Welplagebach (r.), Lichtebach/Wöstenbach (r.) u.a.
Flusssystem: Lutter I > Ems > Nordsee

Die Lutter I (Ems-Lutter) (Wikipedia) entspringt zum Teil oberhalb des Bahnhofs Brackwede, zum Teil unterhalb des Bahnhofs, fließt von dort über 26,5 km überwiegend in südwestlicher Richtung durch Quelle, Ummeln, Isselhorst, Gütersloh-Blankenhagen, Marienfeld und Harsewinkel und mündet bei Harsewinkel in die Ems. Auf Bielefelder Gebiet befinden sich 30 Brücken. „Lutter I (Ems-Lutter)“ weiterlesen

Gellershagener Bach

Quelle: Stadtteil Wellensiek
Mündung: Schlosshofbach bei Schildesche
Länge: 4,3 km (17 Brücken)
Nebenbäche: Babenhauser Bach (l.), Grenzbach (r.)
Bachsystem: Schlosshofbach > Johannisbach

Der Gellershagener Bach entspringt im Stadtteil Dornberg-Wellensiek, unterhalb der Wertherstraße am Nordende des Wellensiek-Grünzugs. Er unterquert den neuen Fachhochschulcampus, durchfließt den Grünzug zwischen Voltmannstraße und Dürerstraße, unterquert die Jöllenbecker Straße und mündet nach 4,3 km in den Schlosshofbach. Die Mündung liegt etwa 200 m östlich der Nobelstraße im Bultkamp-Grünzug. „Gellershagener Bach“ weiterlesen

Bielefeld liegt doch am Wasser!

Viele Bielefelder* klagen routinemäßig über den fehlenden Fluss und übersehen dabei den enormen Reichtum der Stadt an Bächen. Der Stadtplan verzeichnet über 88 Bäche mit eigenem Namen: Das plätschernde Alphabet geht von der Aa (die gilt sogar als Fluss) über Bohnenbach, Dalke, Elpke, Finkenbach, Gellershagener Bach, Hasbach, Jölle, Krebsbach, Lichtebach, Menkhauser Bach, Oldentruper Bach, Pfarrholzbach, Reiherbach, Schlosshofbach, Trüggelbach, Vogelbach und Windwehe bis zum Zechenbach. „Bielefeld liegt doch am Wasser!“ weiterlesen